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Der Grüne Koffer: Cannabis-Aufklärung zum Anfassen

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Memory spielen, mit Rauschbrille durch einen Hütchen-Parcours laufen und dabei eine Menge lernen: Unsere 8. Jahrgangsstufen haben beim Workshop „Der Grüne Koffer“ erlebt, wie spannend Aufklärung sein kann.

Über Cannabis kursieren viele Meinungen, Gerüchte und Halbwahrheiten, ob auf Social Media, auf dem Pausenhof oder im Freundeskreis. Doch was stimmt davon wirklich? Dieser Frage gingen in den letzten Wochen unsere 8. Klassen nach.

Was ist der Grüne Koffer?

Der „Grüne Koffer“ ist ein Präventionsworkshop, der Jugendliche verständlich über Cannabis, seine Wirkung und mögliche gesundheitliche Risiken informiert. Dabei geht es nicht nur darum, Fakten auswendig zu lernen. Das Ziel ist, dass sich jede und jeder eine eigene, gut begründete Meinung bilden kann. Und das Beste daran: Statt Frontalunterricht hieß es Mitmachen! Der Workshop bestand aus zwei Stationen, an denen die Schüler selbst aktiv werden konnten.

Station 1: Memory mit Aha-Effekt

An der ersten Station wartete ein besonderes Memory-Spiel auf die Schülerinnen und Schüler. Sie deckten Karten auf und mussten die passenden Paare finden. Zu jedem Kartenpaar gab es durch die Expertinnen vom Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach ausführliche Erklärungen, sodass die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt mehr über Cannabis und dessen Auswirkungen erfahren haben.

So lernten die Jugendlichen beispielsweise:

· Cannabis kann den Kopf ausbremsen: Konzentration, Gedächtnis und Reaktionsfähigkeit können durch den Konsum beeinträchtigt werden.

· Jugendliche sind besonders betroffen: Da sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet und deshalb besonders empfindlich ist. Genau darum ist gute Aufklärung in diesem Alter so wichtig.

Station 2: Der Rauschbrillen-Parcours

An der zweiten Station wurde es richtig spannend und auch ein bisschen lustig. Mit einer sogenannten Rauschbrille auf der Nase mussten die Schülerinnen und Schüler durch einen Parcours aus kleinen Hütchen laufen und am Ende eine Tesarolle vom Boden aufheben. Klingt einfach? Von wegen!

Die Brille veränderte die Sicht so stark, dass selbst diese simplen Aufgaben plötzlich zur echten Herausforderung wurden. Hütchen wurden umgerannt, die Tesarolle war gar nicht so leicht zu greifen und so manches Mal wurde gelacht. Gleichzeitig hatte die Übung einen ernsten Hintergrund: Die Schülerinnen und Schüler konnten am eigenen Körper erleben, wie schwierig einfache Bewegungen werden, wenn die Wahrnehmung

beeinträchtigt ist. Und man kann sich gut vorstellen, wie gefährlich das zum Beispiel im Straßenverkehr werden kann.

Informieren statt mitlaufen

Der Workshop hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich kritisch mit solchen Themen auseinanderzusetzen und sich bei verlässlichen Quellen zu informieren. Eine Botschaft ist dabei besonders hängen geblieben: Man muss nicht bei allem mitmachen, nur weil andere es tun. Wer die Risiken kennt, kann selbstbewusst eigene Entscheidungen treffen und sich nicht so leicht von anderen beeinflussen lassen.

Unser Fazit

Der Workshop „Der Grüne Koffer“ war eine tolle Gelegenheit, mehr über Cannabis zu erfahren und offen über ein gesellschaftlich wichtiges Thema zu sprechen. Durch das Memory-Spiel und den Rauschbrillen-Parcours wurde das Thema greifbar und blieb im Gedächtnis. Die 8. Jahrgangsstufe ist jetzt besser informiert und kann die Risiken von Drogen bewusster einschätzen.



 
 
 

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